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Christopherus SchmitzGibt es einen Auto-Gott? |
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| Eine ungewöhnlich Frage? Vielleicht. Nicht aber für jemanden mit einer Pannenstatistik wie meiner, die sich nicht mit Seife gewaschen hat und obendrein noch ihres gleichen sucht. Sollte es tatsächlich einen Auto-Gott (nennen wir ihn einmal Christopherus Schmitz) geben, so glaube ich, dass ich damit leben könnte, wenn er mich nicht lieben würde.
Es wäre sogar zu verkraften, wenn er mich nicht einmal kennen würde. Nach den jüngsten Ereignissen aber fange ich an zu glauben, nein ich bin mir sicher, dass er mich hasst. Abgrundtief. Kann es wirklich sein, dass ich genau 7 Tage (!) nachdem mein Wagen repariert ist, schon wieder in die Werkstatt muss? Kann es sein, dass dieser garstige Nagel der erst meinen rechten hinteren Reifen und damit dann auch den Wagen zum erliegen brachte ZUFÄLLIG auf der Straße lag und sich mit unendlicher Gehässigkeit ins Gummi bohrte? Ich glaube nicht daran. Als ein Fan jeglicher Verschwörungstheorien wundert es mich eigentlich, dass ich der Realität nicht schon viel länger ins Auge geblickt habe. Wahrscheinlich habe ich es bisher nur verdrängt. Aber eins steht fest: Jemand ist gegen mich. Christopherus Schmitz die Arschgeige. Wieso sonst sollte mir dieser Nagel auch noch das allabendlich Surfstündchen vermiesen und mich stattdessen locker flockig bis zum Einbruch der Dunkelheit zum wiederholten Mal einen Reifenwechseln durchführen lassen? Kurzer Auszug aus dem was mir so rund ums motorisierte Fortbewegen seit meinem 18. Lebensjahr wiederfahren ist (Angaben sind nicht chronologisch):
…und das sind nur die Highlights. Natürlich spreche ich hier nur die negativen Ereignisse an. Nein, es ist ja nicht alles immer nur schlecht gewesen. Aber so ist das nun mal. Ich kann ja nicht sagen: Aber an diesem einen Sonntagnachmittag im Juli da hörte der Motor sich recht gut an und ich fuhr beschwingt und mit guter Laune zum Kaffetrinken zu meiner Tante Gretel und zurück. Ich bin nicht umgekippt, der Wagen wurde nicht aufgebrochen und keiner hat seinen Anhänger in mich hineinrollen lassen. Hossa. Natürlich gab es auch solche Momente. Aber seht dies hier mal als ein Aufschrei. Ich kapituliere. CS hat mich in die Knie gezwungen. Ich habe schon überlegt in Therapie zu gehen, damit ich irgendwann mal wieder in der Lage sein werde, mich hinter ein Steuer zu setzen und weiter als nur zum Bäcker meines Vertrauens zu fahren, ohne Angst haben zu müssen, dass der Motor explodiert. Ich hoffe, das also jeder der meine Leidensgeschichte kennt, Verständnis für vergangene und zukünftige paranoide Anwandlungen meinerseits rund um das Thema Auto hat. Zudem hoffe ich das ich von diesen Menschen die mir nahe stehen auch trotzdem noch weiterhin im Auto mitgenommen werde. Ohne schiefe Blicke und gekreuzte Finger hinterm Sitz. Übrigens hatte ich mit motorisierten Zweirädern bisher noch keine technischen Probleme. Vielleicht fahr ich im nächsten Jahr einfach mal mit der Vespa nach Kamtschatka. |
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