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Prost!Die Rechnung geht auf (mich)! |
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| Es wirkt ganz schön grotesk heute Palmen und Pool im strömenden Regen zu sehen. Schocken kann einen das hier allerdings nicht. Zumindest mich gerade nicht. Besonders nicht, da ich gestern noch einen herrlichen Surf-Tag mit, das Ausklingen einläutenden, Spezial-Wodka-Mojitos in einer der schönsten Bars ever, hatte. Hängematten, Fleetzecken, Sofas, Tische, Stühle, alles aus Holz…(die Ecken und die Matten natürlich nicht und die Sofas auch nicht). Das Haus selber ganz oben auf dem Felsen einzeln stehend und man hört das Meer unten orginaaal ran klatschen (baaam babaam). Reicht das als Beschreibung, oder soll ich noch die anderen Gäste oder die Bedienung erwähnen…? Gestern fiel mir dann mal wieder auf wie logisch doch die deutsche Sprache ist. “Hängematte” – klar ne Matte die hängt. Auf englisch heisst das Ding “hammock” was man nicht wirklich irgendwie ableiten kann. Gerade hatte ich den Schotten erklärt, dass bei den Deutschen alles immer so schön logisch ist. Schildkröte, Gartenzaun, Bügelbrett und Autobahn. Ganz klar. Nur leider fragte mich dann Peter was denn das Ding aus dem ich gerade meinen Mojito trinke, auf Deutsch bedeutet. Strohhalm. Ja und wieso heisst der so, wenn der aus Plastik ist? Na toll. Ich überging das dann einfach mit einem genuschelten, unlogischen “Ehhh, it doesn´t matter, cheers guys!” Weiter gings dann mit einer unheimlich guten Pasta (das ist das, was früher Nudeln waren), drei Schotten und einem Freund von Eric Idle und John Cleese in einem Wahnsinnshaus. Mit einem Blick aufs Meer, da wären Robbie Williams die Tränen gekommen, dass er das nicht mal in einem seiner Videos verwurstet hat. Bärenfell, Breitbild TV, Surfbretter an den Wänden, ein “serious frog” im Pool und eine Salatschleuder, das war der gestrige Abend. Unglaublich. Die Gute-Laune-Strähne (“Strähne” super Überleitung Achtung…) wurde aber nicht etwa bei meinem Friseurbesuch heute morgen abgeschnitten, sondern im Gegenteil: fortgesetzt. Gutaussehend (im Rahmen meiner Möglichkeiten) und um ganze 7 Euro “ärmer” verlies ich den Salo(o)n und fragte mich, wieso um alles in der Welt ich bei einem Friseur in unseren Breiten ungefähr so viel bezahle nur um mir am Ende Gel in die Haare schmieren zu dürfen. Ich konnte mich nicht mal ordentlich verständigen und war eindeutig als Tourist erkennbar und habe trotzdem eine Kopfmassage, einen Kaffee und ne vernünftige Frisur inklusive Gel bekommen. Für 7 Euro. Ok die Schere hat ganz schön gezwickt, aber dafür war der Kaffee gut. Weiterhin gut gelaunt ging ich dann zum nächsten Tagesordnungspunkt über. Tagesordnungspunkte sind hier übrigens emminent(!) wichtig, will man zum einen sein deutsches Image hier in Portugal aufrecht erhalten, und sich zum anderen nicht von seinem trägen Surferdasein einlullen lassen. Einkaufen war angesagt. Nach dem ich zuvor bereits zwei Varianten ausprobiert hatte, die nicht zufriedenstellend waren, dachte ich, ich versuchs heut mal anders. In den vergangenen Wochen hatte ich entweder beim total überteuerten Tante-Emma-Laden um die Ecke gekauft, oder bin ins 35km entfernt Lagos gefahren, wo es ja bekanntlich einen Lidl gibt. Nach ein bisschen Rechnerei bin ich aber selber drauf gekommen, dass man, wenn man für eine Person einkauft, auch erstmal wieder die Spritkosten von rund 10,- € durch das billigere Einkaufen, reinholen muß. Also dachte ich mir, dann eben kein Stracciatella-Joghurt und statt dessen bei Tante-Emma bzw. Roque&Filho “Schweinefleischfleisch” kaufen. Beim letzten Einkauf habe ich dann aber ca. drei Sachen gekauft und 20,- € bezahlt. Also auch doof, wenn man nicht arm werden will und nicht gerade beim Bingo(!) gewonnen hat. Also hab ich dann frisch gestylt und mit ganz viel Elan, die Altstadt von Aljezur solange eingekreist, bis ich den Supermarkt meines Vertrauens, nenen wir ihn mal den “portugiesischen Aldi”, gefunden hatte. Mit Hunger im Bauch und genug Geld in der Tasche, habe ich dann nach Herzenslust zugegriffen, zwei Tragekörbe vollgemacht und 15,-€ gezahlt. Alles paletti. Tüten waren umsonst und den Einsatz der besagten Tragekörbe möchte ich an dieser Stelle nochmal besonders positiv hervorheben. Außerdem noch zwei Daumen hoch für “Golden Grahams” von denen ich mir mindestens fünf Packungen mit nach Hause nehmen werde. So, und jetzt wirds aber auch langsam Zeit das es aufhört zu regnen… |
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